Schule

M-Klassen / M-Kurse

Seit 15 Jahren ist der M-Zug in Bayern gesetzlich verankert. Mittelschüler können seitdem freiwillig ein zehntes Schuljahr anhängen und so den mittleren Schulabschluss erwerben. Mittlerweile hat sich der Mittlere-Reife-Zug, wie der M-Zug offiziell heißt, als ein echtes Erfolgsmodell entpuppt. Der M-Zug ist ein Bildungsangebot für leistungsstärkere und motivierte Schüler. Grundlage ist ein eigener Lehrplan mit höheren Anforderungen.

Vier Jahrgangsstufen umfasst der M-Zug. Wer zum Start in die M7 eintreten will, muss in der sechsten Klasse in Deutsch, Mathe und Englisch entweder im Zwischenzeugnis oder im Jahreszeugnis mindestens einen Schnitt von 2,66 haben. Wer das nicht erreicht, hat die Möglichkeit mit dem Bestehen einer Aufnahmeprüfung aufgenommen zu werden. Doch auch in den späteren Jahren können Ihre Kinder noch in den M-Zug wechseln. Dann muss der Schnitt in den genannten Fächern aber mindestens bei 2,33 liegen.

Im Laufe der 5. und 6. Klasse ändert sich häufig das Klassengefüge sowohl im sozialen Bereich als auch im Bereich der Leistungen zum Positiven hin. Erst im Laufe der fünften und teilweise sogar erst in der sechsten Klasse zeigt sich, welche Kinder gute schulische Leistungen bringen. Gerade, weil es ab dem Besuch der 6. Jahrgangsstufe immer wieder neu möglich ist mit guten Leistungen in den M-Zug einzutreten, nutzen in jedem Jahrgang einige Mittelschüler*innen diese Chance. So werden sie auf diesem Weg Absolventen des M-Zugs mit Mittlerem Schulabschluss.

Als Vorteile gegenüber anderen Schularten wird von den Eltern der M-Schüler*innen häufig das Klassenleiterprinzip genannt. Sie kennen dieses aus ihrer bisherigen Schullaufbahn und der Wechsel in den M-Zug bedeutet diesbezüglich keine Umgewöhnung.

An unserer Schule gibt es nicht nur reine Mittlere-Reife-Klassen, sondern auch Mittlere-Reife-Kurse. So müssen Ihre Kinder nicht Schule wechseln, sondern können auch bei wenig angemeldeten M-Schülern an der Schule im Klassenverband verbleiben, werden jedoch zusätzlich gesondert gefördert und dem M-Lehrplan entsprechend unterrichtet.

Ein weiteres Argument für den M-Zug liegt in der verstärkten Berufsorientierung. Mit einer eigenen Fächergruppe zur Berufsorientierung und mindestens drei einwöchigen Betriebspraktika ist dies bei der Suche nach einem Ausbildungsvertrag von großem Nutzen.

Ziel der Schüler ist es, in Jahrgangsstufe 10 den mittleren Schulabschluss zu erwerben, der dem Realschul- und Wirtschaftsschulabschluss gleichwertig ist. Die Möglichkeiten mit einem mittleren Schulabschluss sind heutzutage nahezu unbegrenzt. Der erfolgreiche Abschluss der Jahrgangsstufe 10 ermöglicht bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt oder den direkten Zugang zur FOS.

Prüfung:

Die Prüfung zum mittleren Schulabschluss umfasst die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch (ggf. Muttersprache) sowie eine Projektprüfung. In den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch wird die Abschlussprüfung zentral vom Kultusministerium gestellt, um die Qualität des Abschlusses bayernweit vergleichbar und nachhaltig zu sichern.

Besonderheit: Bei einer Teilnahme am QA können die Schüler (die Erziehungsberechtigten) wählen, ob die Teilnahme nach § 54 VSO (die Noten des Zwischenzeugnisses werden als Jahresfortgangsnoten in die Gesamtbewertung eingebracht) oder nach § 59 VSO (die auf höherem Leistungsniveau erbrachten Jahresfortgangsnoten werden nicht mit einbezogen, wie bei Externen) erfolgen soll.

(Quelle: https://www.km.bayern.de/eltern/schularten/uebertritt-schulartwechsel.html)